Wer in Deutschland ein problematisches Spielverhalten bei sich erkennt, kann sich über das bundesweite Sperrsystem OASIS selbst sperren. Die Abkürzung steht für „Online-Abfrage des Spielersperrstatus” und wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder verwaltet. Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags ist die Nutzung für alle legalen Anbieter verpflichtend. Die Registrierung erfolgt vollständig digital und nimmt in der Regel nur wenige Minuten in Anspruch. Ausführlichere Infos finden Sie unter neue online casinos deutschland.
Früher mussten Betroffene eine schriftliche Erklärung an einzelne Anbieter senden. Heute läuft der gesamte Vorgang über ein zentrales Portal. Das erleichtert den Zugang erheblich und schließt Lücken, die durch parallele Konten bei verschiedenen Casinos entstanden sind. Jede gültige Selbstsperre gilt automatisch für sämtliche konzessionierten Anbieter in Deutschland.
So funktioniert die Online-Registrierung bei OASIS
Der Antrag auf Selbstsperre ist über die offizielle Webseite des Sperrsystems möglich. Nutzer müssen sich zunächst mit ihren persönlichen Daten anmelden. Anschließend wird eine Identitätsprüfung durchlaufen, meist per Videoident-Verfahren oder über die Online-Funktion des Personalausweises. Danach kann zwischen zwei Sperrarten gewählt werden.
Zur Auswahl stehen eine Mindestsperre von einem Jahr und eine unbefristete Sperre. Die Mindestlaufzeit lässt sich nicht verkürzen, was dem Schutzgedanken Rechnung trägt. Wer eine unbefristete Sperre beantragt, kann diese frühestens nach zwölf Monaten aufheben lassen. Über 90 Prozent der eingetragenen Sperren werden nach Angaben der Aufsichtsbehörde online beantragt.
Nach erfolgreicher Registrierung wird der Eintrag innerhalb weniger Stunden aktiv. Anbieter müssen den Status vor jeder Kontoeröffnung sowie bei jedem Login abfragen. Ein Umgehen der Sperre ist damit praktisch ausgeschlossen, solange der Nutzer dieselben Identitätsdaten verwendet.
Was die Sperre im Alltag bedeutet
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Reichweite. Eine einzige Registrierung blockiert den Zugang zu allen legalen Glücksspielangeboten – von Online-Casinos über Sportwetten bis hin zu virtuellen Automatenspielen. In Deutschland sind derzeit über 40 konzessionierte Veranstalter an das System angeschlossen, Tendenz steigend.
Die Sperre greift auch bei Neuregistrierungen unter demselben Namen. Selbst wer eine neue E-Mail-Adresse verwendet, wird anhand der Identitätsdaten erkannt. Ergänzend gibt es bei seriösen Anbietern zusätzliche Schutzmechanismen wie Einzahlungslimits und Realitätschecks, die eine Selbstsperre sinnvoll ergänzen können.
Wer sich unsicher ist, ob eine Sperre notwendig ist, kann kostenlose Beratungsstellen nutzen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet unter anderem eine telefonische Erstberatung an. Eine Selbstsperre ist kein endgültiges Urteil, sondern ein wirksames Instrument zur Selbstkontrolle.